Kleinunternehmer sollten bei Facebook sein – mit eigener Seite
Wer sich im Internet etwas auskennt, der wird möglicherweise denken: ach, das ist ja mal eine Überraschung, die der Frank da erzählt!
Ich weiss, es ist nicht wirklich neu und an vielen Stellen im Internet wird seit einiger Zeit immer wieder auf die Möglichkeiten von Facebook und Facebook-Seiten hingewiesen.
Und doch sind viele Kleinunternehmer bei Facebook derzeit nicht vertreten – übrigens auch in keinem anderen Sozialen Netz.
Eine Facebook-Seite ist mehr als nur Mitglied bei Facebook zu sein und “Freunde” zu sammeln, um wenigstens durch Quantität glänzen zu können.
Marketing und Kommunikationsmöglichkeit
Was also zeichnet eine Facebook-Seite aus? Schauen wir uns das mal konkret an und zwar an diesem Beispiel.
Diese Seite habe ich gestern für einen meiner Kunden eingerichtet. Es handelt sich um die Facebook-Seite des Unternehmensblogs Faszination Kleben & Dichten der DEKA Kleben und Dichten GmbH. DEKA ist ein Hersteller von Industrieklebstoffen und Dichtungsmassen und verwandten Produkten und hat im Regelfall wenig Kontakt zu Endverbrauchern. Die DEKALIN-Produkte werden über den Fachhandel vertrieben.
Michael Windecker bloggt auf seinem Blog in einem Spagat, denn er möchte zum einen Fachinformationen für Endkunden anbieten und auf der anderen Seite auch Informationen für Fachhändler bezüglich der Produkte. Da die richtige Mischung zu finden, ist fast wie beim Klebstoff – nicht immer ganz einfach.
Und warum nun Facebook?
Facebook steht ja immer noch im Ruf, nur etwas für “Private” zu sein und nicht so sehr geeignet für (kleine) Unternehmen.
Was kann man also mit so einer Facebook-Seite machen?
Wie Twitter nutzen
Über eine Facebookseite kann man wie bei Twitter oder Buzz “Kurzinformationen” an die “Fans” einer Seite verteilen. Wenn man nicht gerade seinen täglichen Speiseplan verkündet, dann kann das für Fachhändler und Endkunden sehr interessant sein. Beispielsweise der tägliche kleine Reparaturtipp für Caravans, Cabriodächer oder ähnliches.
Die Interessenten zu Wort kommen lassen
Klar, das, was ich gerade geschrieben habe, wäre auch in einem Blog gut aufgehoben. Facebook-Seiten kann man aber auch, und das empfehle ich, für Homepages machen. Und die sind schon nicht mehr so dynamisch wie ein Blog.
Okay, greifen wir die Reparaturtipps nochmals auf. An die so genannte Pinnwand der Facebook-Seite können natürlich auch alle Interessenten, Freunde und andere hilfreiche Menschen schreiben. Das ist jetzt das Spannende – jetzt kann jeder Leser Impulsgeber für ein Thema oder einen Tipp werden.
Viele grosse Unternehmen machen vor, wie Leser zu Themen- und Inhaltelieferanten werden.
Bloggen respektive Notizen
Über die Notizenfunktion kann man die Facebookseite selbst zum kleinen Blog werden lassen, was beispielsweise gerade am Anfang eines neuen Blogs sinnvoll sein kann.
Fotos, Videos
Ich schaue mich gerade nach einem neuen Bett um. Ich weiss, das hat mit Kleben eher weniger zu tun. Was mich nervt, ist, dass in vielen Shops die Fotos viel zu klein sind und ich nicht wirklich ein Bild von meinem neuen Bett bekomme. Auf einer Facebook-Seite kann ich nach Herzenslust Foto-Galerien erstellen, kann Videos integrieren und vieles mehr.
Das kann ich im Blog auch, nur bei Facebook bin ich einfach näher an anderen Menschen, was für einen Kleinunternehmer wichtig sein sollte.
Vernetzen
Wiederum ein Punkt, den die meisten Kleinunternehmer scheinbar nicht so mögen und der doch so wertvoll ist. Wenn ich mir nur anschaue, wie wenig meine Kunden vernetzt sind (nicht einmal 10 Prozent sind bei Facebook), dann ist das schlicht Verschwendung an Möglichkeiten. Mal eben schnell ein kleines “Kompliment” gemacht (bei Facebook nennt sich das “gefällt mir”) oder schnell einen kurzen Kommentar geschrieben, Social Networks wie Facebook bieten so viele Möglichkeiten.
Veranstaltungen
Und natürlich kann man in Facebook auch ganz bequem eigene Veranstaltungen bekannt machen. Und auch gleich die passenden Leute dazu einladen. Und sich gleich die Gästeliste anzeigen lassen.
Erfahrungen sammeln
Mit “Places” ist bereits der nächste “grosse” Dienst bei Facebook da, ideal für lokales Marketing. Und Diskussionsforen kann man sich gönnen. Ich will hier gar nicht alles aufzählen, die Möglichkeiten sind gross.
Der für mich wichtigste Punkt ist aber, dass man mit Facebook Erfahrungen sammeln sollte. Google arbeit fleissig daran, seine Suchmaschine so umzubauen, dass Social Network-Aspekte stärker bei der Ergebnisanzeige berücksichtigt werden und man kann schon heute die Suchergebnisse bewerten (wenn man eingeloggt ist).
Was früher die Zahl der Links war, wird bald die Zahl der “Kontakte” oder “Freunde” sein – da bin ich mir sicher.
Statt Pagerank dann also Social-Rank.
Wer jetzt nicht beginnt Erfahrungen zu sammeln, kann sich meiner Meinung nach so langsam vom Internet verabschieden oder später einen Dienstleister für viel Geld beauftragen, dann alles im Eiltempo zu realisieren.
Es geht nicht darum, heute schon der Schönste, Schnellste, Tollste zu sein – es geht um Erfahrungen und das Erkennen von Möglichkeiten.
Wie viele Freunde oder Fans?
Das ist wie im echten Leben. Wer noch sein Ego befriedigen will, der sollte immer über 1000 haben, wer nur noch ein wenig das Ego happy machen will, auf jeden Fall über 100 und alle “ego-losen” halt weniger! Nein, das war fast Blödsinn. Es kommt nicht so sehr auf die Quantität an, eher die Qualität, die Leute sollten zu einem passen.
Ich bin beispielsweise nur mit meinem Feel better-Blog bei Facebook und da sind es so um die 50 “Fans”. Das sollte ich eigentlich für mich behalten und mich schämen. Nö – denn ich kenne die meisten der Fans persönlich und es haben sich wunderbare Bekanntschaften und Freundschaften ergeben. Und nur aus diesem kleinen Kreis gibt es immer mal wieder einen Auftrag oder eine Seminaranmeldung.
Was soll ich da mit 5000 Freunden? Die habe ich im echten Leben auch nicht!
Fazit
Egal, was Euch andere erzählen liebe Kleinunternehmer, holt Euch Euren Facebook-Account und erstellt Euch eine Facebookseite. Und dann werdet aktiv. Selbst wenn es Euch ansonsten nichts bringt (die berühmte müde Mark), es bringt Erfahrungen.
Und ja, ich bin hellsichtig: an Social Networks wird die nächsten Jahre kein Weg vorbeiführen, tut es eigentlich heute schon kaum.
Und obwohl ich im Augenblick mehr als nur beschäftigt bin, werde ich sogar für meine Internetaktivitäten jetzt bei Facebook etwas aktiver werden. Denn es hat auch etwas mit dem Thema Glaubwürdigkeit zu tun, wenn man nicht lebt, was man predigt.
Das ist übrigens generell ein wichtiger Aspekt: Glaubwürdigkeit!
Ein Unternehmer hat für mich eine glaubhaftere “Gewinnerzielungsabsicht”, wenn er in Sozialen Netzwerken aktiv ist!
Sodele, das war wieder einmal eine Antwort auf ein paar Mail-Anfragen zum Thema Facebook.
Hinweis für unsere Leser:
Dieses Blog wird nicht mehr weitergeführt!
Wir bloggen jetzt im INCONET-Tagebuch!
Wir freuen uns, Sie dort begrüssen zu dürfen!
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Hallo Frank,
ich finde es toll wie sich durch das gemeinsame Arbeiten es ständig neue Möglichkeitn fur uns und unsere Kunden eröffnen. Ich bin schon gespannt wie unsere neue Homepage ankommt, wenn die digitale Übergangslösung endlich verschwunden ist.
schönes wochenende
michael
Hallo Frank
Ja Du hast recht! Ich habe in den letzten Tagen unserem Facebook-Auftritt gearbeitet und bin Stolz auf das Ergebniss.
http://www.facebook.com/pages/Pratteln-Switzerland/Gsundheitshutta-Abnehmen-Fitness-Wohlbefinden/118886144823625?ref=ts
Viele Klicks auf unserer HP kommen über FB. Auch nützlich sind die Anzeigeschaltungen. Für ein lokales Geschäft bis zum Dorf / zur Stadt eingrenzbar, ist es eine supergünstige Werbung. Natürlich sollte dann die beworben HP bzw. Produkt auch etwas her machen…
E liebe Gruess usem Schwizerländle
Mike
@ Michael:
ja Michael, es ist schön zu sehen, wie Du mit Deinen neuen Möglichkeiten wächst.
@ Mike:
das freut mich, dass Du so gute Erfahrungen machst, hast Du auch sehr schön gemacht.
Sag mal:
kann es wirklich sein, dass Du noch gar kein Fan vom Feel better Blog bist?