Blogparade: Positive und negative Erfahrungen in der Selbständigkeit

Habe gerade bei Peer eine schöne Blogparade entdeckt und nehme das zum Anlass, meine “Blogpause” zu beenden. Auch wenn ich gerade im Seminar bin, nutze ich die Mittagspause, um etwas dazu zu schreiben.
Um was geht es?
Lassen wir es Peer selbst sagen:
Wer selbständig ist weiß, dass man viel erlebt. Jeden Tag passieren neue Dinge und das macht auch den Reiz der Selbständigkeit aus.
Es gibt natürlich tolle Erlebnisse, die einen sehr motivieren und glücklich machen können. Aber man macht manchmal auch negative Erfahrungen, aus denen man viel lernt und die einen oft noch besser machen.
In dieser Blogparade freue ich mich über jeden Selbständigen, der in seinem Blog über die ein oder andere positive und negative Erfahrung aus seiner Selbständigkeit berichtet.
Was ich mache
Ich bin selbständiger Internetberater für Kleinunternehmer, die bisher wenig mit dem Internet zu tun hatten. Gott sei Dank bin ich zu einer Hälfte auch noch tiefenpsychologischer Therapeut, denn für erstaunlich viele Unternehmer ist das Thema Internet auch ein psychologisches Thema.
Eigentlich sollte ich mich “Neue Medien-Psychologe” nennen, das trifft es häufig besser.
Einen Podcast aufzunehmen und im Internet zu veröffentlichen ist für viele Menschen eine ebensolche Herausforderung wie beispielsweise in einem Blog sich Kritik und “anderen” Meinungen zu stellen. Tatsächlich hält gerade die Aussicht auf Kritik viele Kleinunternehmer davon ab, richtig im Internet aktiv zu werden. Lieber eine einfache Homepage mit wenig Inhalten und ansonsten nicht auffallen. So ist man dabei, aber noch eingermaßen sicher.
Positive Erfahrungen
Positive Erfahrungen sind natürlich alle, bei denen ich erlebe, wie meine Kunden in das Thema hineinwachsen, wenn ich sie behutsam an das Thema herangeführt habe. Natürlich sind die positiven Erfahrungen auch, wenn ich weiter empfohlen werde.
Der Freiheitsgrad meiner Selbständigkeit ist sehr gross – ich kann mir meine Zeit einteilen und arbeiten, wo ich will.
Aber das sind ja mehr oder weniger bekannte Vorteile, ebenso, dass man auch mehr Geld verdienen kann, als als Angestellter.
Um es konkreter zu machen, hier mal eine wirklich positive Erfahrung dieser Woche.
Kunden werden zu Helfern und Freunden
Bei meinen Kunden hat es sich herum gesprochen, dass ich ja mit der Firma in Freiburg bin, aber noch immer in der Nähe von Frankfurt wohne und pendle. Nun steht der private Umzug auch bald bevor und es spricht sich auch dies so langsam herum.
Nun bekomme ich Anrufe von Kunden, wann konkret sie mir beim Umzug helfen sollen. Dabei habe ich kein Wort davon gesagt. Doch schon beim Firmenumzug damals waren einige Kunden einfach so dabei, haben Möbel geschleppt, auf- und abmontiert oder einfach für Verpflegung gesorgt. Einfach so. Und jetzt sieht es so aus, als würde es wieder so laufen.
Das sind für mich Erfahrungen, die mich immer wieder fast schon zu Tränen rühren. Da kommen Menschen einfach so und bieten ihre Hilfe an (manche bestehen sogar darauf zu helfen) – einfach weil es menschlich für sie stimmt.
Derartige Erfahrungen und eine derartige Nähe zu manchen Kunden hätte ich mir nie träumen lassen. Dies sind sehr schöne Erfahrungen, die mir wirklich ans Herz gehen. Auch wenn mir Unternehmensberater immer sagen, es braucht eine grosse Distanz zum Kunden, ich sehe das anders.
Und ich bin dankbar für diese Erfahrungen.
Negative Erfahrungen
Überwiegend beschränken sich negative Erfahrungen auf den Kontakt zu “Ämtern”. Wir waren noch nicht einmal in Pfaffenweiler als Firma eingezogen, da kam bereits ein Drohbrief der Gemeinde, wir hätten unser neues Gewerbe noch nicht angemeldet. So eine Willkommensbotschaft ärgert mich, zumal sie auch noch sachlich und formal falsch war.
Auch fehlt mir in Deutschland hin- und wieder etwas Rechtssicherheit. Da werden wir Zwangsmitglied bei irgendeiner Berufsgenossenschaft und müssen rückwirkend für einige Jahr kräftig bezahlen.
Negative Erfahrungen beziehen sich also eher auf die Art und Weise, wie man in Deutschland mit kleinen Unternehmern umgeht – und kaum mal auf einen Kunden. Klar gibt es Kunden, die den Bogen mal überspannen – aber dafür gibt es eine praktische Erfindung, die nennt sich Kommunikation. Bei “Ämtern” klappt diese Erfindung nicht immer, da hilft es manchmal eher, sich auf dem Bauch statt auf den Füssen in die heiligen Hallen zu bewegen
Auch Abmahnungen sind ein Thema, das phasenweise sehr massiv auftrat – aber alles in allem denke ich, dass wir es nicht so schlecht haben als Kleinunternehmer.
Insofern kann ich nicht so viele negative Erfahrungen beitragen.
Angst vor negativen Erfahrungen
Ich beobachte oft, dass gerade die Unternehmer, die eine gewisse übertriebene Angst vor negativen Erfahrungen haben, diese auch magnetisch anziehen.
Wenn ich also einen Tipp für alle Existenzgründer geben dürfte, dann wäre dieser ganz einfach, keine Angst zu haben und sich auf die Dienstleistung und das Produkt und die Kommunikation zu konzentrieren und nicht auf die Sorgen.
Mitmachen
Wer bei dieser Blogparade von Peer mitmachen will, klickt einfach hier. Bis Ende September ist Zeit. Je mehr Erfahrungen zusammengetragen werden, um so interessanter ist das Ganze.
Danke Peer für die schöne Idee!
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Hinweis für unsere Leser:
Dieses Blog wird nicht mehr weitergeführt!
Wir bloggen jetzt im INCONET-Tagebuch!
Wir freuen uns, Sie dort begrüssen zu dürfen!
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